Liebe Freunde, wenn Sie Texte aus meinem Blog verwenden,
bitte geben Sie den Autor an, sonst ist es geistiger Diebstahl.

Dienstag, 5. Januar 2016

Der Jahresrückblick mal anders

An einen Tag kann ich mich noch ganz genau erinnern. So als ob es gestern gewesen wäre. Wobei das nicht viel aussagt. An Gestern kann ich mich so gut wie gar nicht erinnern. Es war nämlich nichts los.

Aber damals war das anders. Ich seh das noch ganz deutlich vor mir. Richtig aufgeregt war ich, und das will was heißen. Sonst bin ich eher der ruhige Typ. Vorhersehbar war das auch nicht. Es kam aus heiterem Himmel. Mann oh Mann, was für ein Ding! Grandios sag ich euch, wirklich phänomenal!

Erst mal war ich baff. Ich hatte keine Worte. Auch das will was heißen, gebe ich doch sonst überall meinen Senf dazu. Aber hier? Absolute Funkstille. Das Herz schlug bis zum Hals. Zum Glück hatte ich keine Aussetzer, das hätte gerade noch gefehlt. Obwohl, mit dem Herzen hatte ich nie Probleme.
Das sind Momente zum Genießen und zum Fürchten. Ich kann mich noch gut erinnern. Ich zitterte am ganzen Körper. Ein Gefühl sag ich euch, der Wahnsinn!

Und, es war kein Traum, es war Realität!
So etwas passiert einem nur einmal im Leben.
Ich krieg jetzt noch feuchte Hände, wenn ich daran denke.
Auch jetzt läuft es mir noch kalt und heiß den Rücken runter.
Was für ein Tag!

Sonntag, 3. Januar 2016

Weiße Weihnacht

Schnee, mal ist er da, mal nicht. Meistens ist er über Weihnachten nicht da. Zumindest bei uns hier. Im Gebirge schon. Aber heuer auch da nicht. Einsam standen die Schneekanonen rum. Wenn’s zu warm ist, dann nützen auch die grössten Kanonen nichts. Ratzfatz isser wieder weg, der Schnee aus der Kanone. Statt dessen Pollenwarnung für Allergiker. Haselnuß und Weide. Das muss man sich vorstellen. Pollenflug im Januar. Statt Skihaserl auf den Pisten Bienchen über den Almwiesen.
Ich sag mir halt: »Unser Herrgott hat sich schon was dabei gedacht!«
Nehmen wir die Natur so, wie sie ist, eine andere haben wir sowieso nicht!

Dienstag, 29. Dezember 2015

Zwischen den Jahren

Nun gut, Weihnachten ist rum. Am ersten Werktag nach den Feiertagen ging's nochmal so richtig rund. Das ganze geschenkte Geld, die Gutscheine müssen "an den Mann gebracht werden". Unpassende Geschenke werden umgetauscht. Die Supermärkte quillen über.
Und, das allergrösste Übel, die furchtbare Knallerei. Da werden Millionen in die Luft gepulvert. Sinnloses Geballere verschreckt die Tiere. Ich habe kein Verständnis dafür.

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Meine Füße im Wartezimmer




Bildtitel: »meine Füße im Wartezimmer«

Wenn Sie so wollen ist das ein Fuß-Selfie. Ein Bild, egal, jedes Bild sollte zum Denken anregen. Bei einem fulminanten Sonnenuntergang denken alle »wow!« und »fantastisch!« und »boah wie schön!«, weil Sonnenuntergänge immer schön sind. Das war’s dann aber.
Oder. Ich mache ein Selfi von mir vor dem Eiffelturm. »Der ist in Paris!«, denkt sich jeder, bis auf die ganz wenigen, die nicht wissen, dass es den Eiffelturm* gibt.
Beides kein wirklicher Anreiz bewusst nachzudenken.

Wie anders ist es doch bei diesem Bild »Meine Füße im Wartezimmer«. Da springen sofort die Gehirnwindungen an. »Was macht der in einem Wartezimmer?«, fragen die einen sich selbst. Andere geben zu bedenken: »Der Jüngste is’ er auch nicht mehr, der muss auch mal zum Doktor.« Nun wird in irgendeiner Gehirnwindung mit Sicherheit die Frage gestellt: »Bei welchem Arzt is ‘er denn nun? Beim Urologen oder beim Internisten?« irgendwie regt sich ein allgemeines Mitgefühl. »In letzter Zeit kam er mir schon etwas blasser vor als sonst«, werden sie sagen, oder, »es wird doch nichts Schlimmes sein?«

Schon ist man mittendrin. Auch wenn das Bild »Meine Füße im Wartezimmer« nicht mehr präsent ist, die Gedankenkaskade geht weiter. Da wird ein Bekannter gefragt: »Weißt Du was?« Oder einer fragt: »Wann hab ich den überhaupt das letzte Mal gesehen?«

Seit es diese Aufnahme mit besagtem Titel gibt, werde ich genauer gemustert. Irgendjemand wird nachschauen, ob ich die gleichen Schuhe anhabe, wie auf dem Bild. Ich werde gefragt wie es mir denn so gehe. Oder ganz direkt: »Zu welchem Arzt gehst Du denn immer?« Neugierde ist was Herrliches.
Niemand wird mich fragen: »Was hast Du Dir denn dabei gedacht, als Du dieses Foto geschossen hast?«
So genau will man es dann auch nicht wissen.

*) das wäre nachzutragen: Es gibt Menschen, die wissen nichts über den Eiffelturm. Ich konnte mich erst vor kurzem davon überzeugen. Exakt in jenem Wartezimmer**, als ich unfreiwillig eine Unterredung mithörte.

**) noch was: Es gibt auch Wartezimmer jenseits von Arztpraxen.

Montag, 2. November 2015

Der Bub ist zu Hause


In meiner Jugend, so mit 16, 17 Jahren war vieles anders als heute. Ich will nicht behaupten es sei damals besser gewesen. Es war anders!
Kofferradios kamen gerade in Mode. Die Mädels trugen Petticoat und Pferdeschwanz, die Jungs Schlaghosen. Die Beatles waren noch nicht bekannt und der Twist gerade erfunden. Im Fernsehen gab es zwei Programme und die in Schwarz-Weiß. Farbfernsehen dauerte noch ein paar Jährchen.
Telefone waren ausschließlich im Haus mit Schnur und Wählscheibe. Auch die Tonbandkassette war noch nicht erfunden. Das ist alles sehr lange her.
Mit sechzehn bekam ich eine Zündapp KS 50 Super. Das waren die Kleinkrafträder mit großem Nummernschild. Der Führerschein dazu war die Klasse 4, den bekam man frühestens mit sechzehn. Sie fuhren ca 70 Stundenkilometer, und wenn man sie auffrisierte, konnte man um die 90 Sachen rausholen.
Es war die Zeit, als wir samstags um 24 Uhr zu Hause sein mussten. Sonntags und unter der Woche lief sowieso nichts.
Manchmal war mir das zu früh. Also musste eine List erfunden werden.
So kam es, dass ich mit meiner Zündapp gegen 23 Uhr in unseren Hof fuhr. Meine Eltern, die um diese Zeit im Bett lagen, hörten das. Im Haus wurden Jacke, Hose und Hemd gut sichtbar auf der Diele verteilt. Dies alles sollte signalisieren: »Der Bub ist Zuhause!«
Nun kam der geheime Teil. Ich zog in meinem Zimmer frische Klamotten an und schlich durch die Garage hinaus in den Hof. Meine KS 50 Super schob ich so weit, bis ich sicher war, dass meine Eltern das Gebrumm nicht hörten.
Es klappte vorzüglich.
Weit nach Mitternacht, manchmal auch erst in den Morgenstunden rollte ich mit meiner Zündapp ohne laufenden Motor in den Hof. Auf leisen Sohlen schlich ich mich durch die Garage, deren Tür ich beim Weggehen nur angelehnt hatte, zurück in mein Zimmer.
Sonntags kam dann die Ermahnung meiner Mutter, ich solle doch meine Klamotten nicht überall verstreuen, sondern sie in mein Zimmer mitnehmen.
Meine nächtlichen Ausflüge wurden nie bemerkt. Als ich viel später diese Eskapaden meinen Eltern erzählte, glaubten sie mir nicht.

Eines muss ich noch nachtragen. Die KS 50 Super hatte eine ernst zu nehmende Konkurrentin, nämlich die Kreidler Florett. So manches Rennen fuhren wir auf Waldwegen und abgelegenen Straßen, aber das ist eine andere Geschichte.

Sonntag, 18. Oktober 2015

Homepage vom Netz genommen

Unsere langjährigen Internetseiten
"Fabrizius-online" und "Dorko-online"
sind vom Netz genommen.
Sie wurden mit "Frontpage", einem Microsoft-Programm
gestaltet, das nicht mehr vertrieben wird und das nur
auf Windows läuft.
Ein Upgrade in ein moderneres System machte Schwierigkeiten.
Irgendwann wird es wieder eine Homepage geben.
Momentan sind wir am Suchen.


Dienstag, 13. Oktober 2015

Ist das noch mein Deutschland?

Richtig. Es ist eine Minderheit. Noch!

Aus der Süddeutschen Zeitung

 wenn man solche Bilder sieht fragt man sich:
"Politik, was hast Du falsch gemacht?"