Es merkt eh keiner
Oh Gott oh Gott! Der Auftakt ins neue Jahr konnte schlechter nicht sein. Bei 16 % dümpelt die Bayern SPD herum. So langsam wird der Bodensatz sichtbar.
Aber komisch, da regt sich keiner in der Führungsriege auf. Man sieht sie nicht, man hört sie nicht und wenn man sie sieht, dann tun sie so, als ob nichts, aber auch gar nie nichts gewesen wär. Dabei geben sie ein Bild zum Derbarmen ab.
Da bietet die CSU eine freie Flanke nach der anderen, da tölpelt ihr total überforderter Generalsekretär von einem Fettnäpfchen ins andere und was macht die SPD? Nichts!
Diese Partei gehört dringend in die Opposition. Ach so, das ist sie ja schon. Komisch, dass das keiner merkt!
Liebe Freunde, wenn Sie Texte aus meinem Blog verwenden,
bitte geben Sie den Autor an, sonst ist es geistiger Diebstahl.
bitte geben Sie den Autor an, sonst ist es geistiger Diebstahl.
Donnerstag, 14. Januar 2016
Montag, 11. Januar 2016
Kolumne der Woche 01/02-2016
Mal was ganz Unbedeutendes, wirklich. Eigentlich nicht der Rede wert, aber ich sag’s trotzdem.
Jeden Morgen, wenn ich aufwache, denke ich an eine Litfaßsäule.
Gewiss schütteln Sie jetzt den Kopf. »Abwegig« sagen Sie, oder denken es zumindest.
Schreiben Sie mal auf, sagen wir so zwei bis drei Wochen, an was Sie morgens gleich nach dem Aufwachen denken. Tun Sie’s mal. Gleich nach dem Aufwachen. Sie werden staunen.
Ich wette, auch Sie denken an eine Litfaßsäule.
Nicht nur an einem Tag, an allen Tagen denken Sie an eine Litfaßsäule! Sie können gar nicht anders. Se wachen auf und, schwups, ist es es schon passiert. »Litfaßsäule!«
Auch wenn Sie am Abend fest mit dem Willen einschlafen am nächsten Morgen nicht an eine Litfaßsäule zu denken. Es nützt nichts! Es ist und bleibt Ihr erster Gedanke.
Ich hätte auch ein anderes Wort nehmen können, aber nun ist es zu spät. Die Litfaßsäule hat sich in Ihre Gehirnwindung eingebrannt.
Sowas nennt man geistige Manipulation!
Freitag, 8. Januar 2016
Ich verstehe nur »Bahnhof«
Kein Mensch weiß, warum der Ostbahnhof »Ostbahnhof« heißt. Dieses Kaff hat nur einen Bahnhof und der liegt nicht mal im Osten. Trotzdem heißt er von jeher »Ostbahnhof«.
Solche Ungereimtheiten mögen nicht jedem auffallen, mir schon.
Wenn ein Fremder einen Einheimischen nach dem Bahnhof fragt, kommt garantiert die Rückfrage: »Sie meinen sicher den Ostbahnhof?«
Der Fremde, unsicher geworden, fragt zurück: »Ja, gibt’s denn hier noch einen Bahnhof? Daraufhin bekommt er ein knappes »Nein«!, zur Antwort.
Spätestens jetzt taucht die Frage auf, was es mit diesem einzigen Bahnhof zu tun hat, der sich »Ostbahnhof« nennt.
Auch offiziell heißt der Ostbahnhof »Ostbahnhof«. Dies zeigt ein in die Jahre gekommenes Emailleschild, welches über dem Haupteingang angebracht ist.
Wer nun neben dem Haupteingang Nebeneingänge vermutet, der geht in die Irre. Es gibt nur einen Eingang, eben jenen Haupteingang. Mehr Verwirrung hätte es wohl gestiftet, wenn der Haupteingang nicht »Haupteingang«, sondern »Osteingang« heißen würde. Man würde doch schier mindestens auch einen Westeingang vermuten. Auf der anderen Seite des Gebäudes, den Gleisen zugewand, ist der Ausgang. Nicht »Hauptausgang«, nein, »Ausgang«. Daneben steht noch der Zusatz »Zu den Geleisen«. Dies alles sieht man, wenn man durch den Ostbahnhof über den Haupteingang hineingeht und dort zur anderen Seite zu den Geleisen gelangen will.
Ganz anders ist es, wenn man von Geleisseite kommt. Da heißt der von innen titulierte Ausgang schlicht und einfach »Eingang«. Nicht »Haupteingang« und auch nicht »Osteingang«. Geht man durch das Innere des Bahnhofgebäudes, das ja vollständig »Ostbahnhofgebäude« heißen müsste, dann verlässt man das Gebäude gleisabgewandt durch den Ausgang. Daneben prangt ein eher kleines Schild, auf dem ein Pfeil abgebildet ist. Darunter steht »Zur Stadtmitte«. Das, was von außen mit »Haupteingang« beschildert ist, ist innen mit einem schlichten »Ausgang« gekennzeichnet. Logisch wäre es, wenn der Haupteingang von innen betrachtet »Hauptausgang« heißen würde. Der Hinweis »Zur Stadtmitte« ist auch sehr zweifelhaft. Eine richtige Stadtmitte, geschweige denn Stadt, so mit allem Drum und dran, habe ich nicht gefunden. Was ich fand war ein Wegweiser, auf dem stand »Zum Ostbahnhof 5 Min«. Nur der Vollständigkeit halber. Es waren siebeneinhalb Minuten, allerdings nur mit leichtem Gepäck.
Solche Ungereimtheiten mögen nicht jedem auffallen, mir schon.
Wenn ein Fremder einen Einheimischen nach dem Bahnhof fragt, kommt garantiert die Rückfrage: »Sie meinen sicher den Ostbahnhof?«
Der Fremde, unsicher geworden, fragt zurück: »Ja, gibt’s denn hier noch einen Bahnhof? Daraufhin bekommt er ein knappes »Nein«!, zur Antwort.
Spätestens jetzt taucht die Frage auf, was es mit diesem einzigen Bahnhof zu tun hat, der sich »Ostbahnhof« nennt.
Auch offiziell heißt der Ostbahnhof »Ostbahnhof«. Dies zeigt ein in die Jahre gekommenes Emailleschild, welches über dem Haupteingang angebracht ist.
Wer nun neben dem Haupteingang Nebeneingänge vermutet, der geht in die Irre. Es gibt nur einen Eingang, eben jenen Haupteingang. Mehr Verwirrung hätte es wohl gestiftet, wenn der Haupteingang nicht »Haupteingang«, sondern »Osteingang« heißen würde. Man würde doch schier mindestens auch einen Westeingang vermuten. Auf der anderen Seite des Gebäudes, den Gleisen zugewand, ist der Ausgang. Nicht »Hauptausgang«, nein, »Ausgang«. Daneben steht noch der Zusatz »Zu den Geleisen«. Dies alles sieht man, wenn man durch den Ostbahnhof über den Haupteingang hineingeht und dort zur anderen Seite zu den Geleisen gelangen will.
Ganz anders ist es, wenn man von Geleisseite kommt. Da heißt der von innen titulierte Ausgang schlicht und einfach »Eingang«. Nicht »Haupteingang« und auch nicht »Osteingang«. Geht man durch das Innere des Bahnhofgebäudes, das ja vollständig »Ostbahnhofgebäude« heißen müsste, dann verlässt man das Gebäude gleisabgewandt durch den Ausgang. Daneben prangt ein eher kleines Schild, auf dem ein Pfeil abgebildet ist. Darunter steht »Zur Stadtmitte«. Das, was von außen mit »Haupteingang« beschildert ist, ist innen mit einem schlichten »Ausgang« gekennzeichnet. Logisch wäre es, wenn der Haupteingang von innen betrachtet »Hauptausgang« heißen würde. Der Hinweis »Zur Stadtmitte« ist auch sehr zweifelhaft. Eine richtige Stadtmitte, geschweige denn Stadt, so mit allem Drum und dran, habe ich nicht gefunden. Was ich fand war ein Wegweiser, auf dem stand »Zum Ostbahnhof 5 Min«. Nur der Vollständigkeit halber. Es waren siebeneinhalb Minuten, allerdings nur mit leichtem Gepäck.
Dienstag, 5. Januar 2016
Der Jahresrückblick mal anders
An einen Tag kann ich mich noch ganz genau erinnern. So als ob es gestern gewesen wäre. Wobei das nicht viel aussagt. An Gestern kann ich mich so gut wie gar nicht erinnern. Es war nämlich nichts los.
Aber damals war das anders. Ich seh das noch ganz deutlich vor mir. Richtig aufgeregt war ich, und das will was heißen. Sonst bin ich eher der ruhige Typ. Vorhersehbar war das auch nicht. Es kam aus heiterem Himmel. Mann oh Mann, was für ein Ding! Grandios sag ich euch, wirklich phänomenal!
Erst mal war ich baff. Ich hatte keine Worte. Auch das will was heißen, gebe ich doch sonst überall meinen Senf dazu. Aber hier? Absolute Funkstille. Das Herz schlug bis zum Hals. Zum Glück hatte ich keine Aussetzer, das hätte gerade noch gefehlt. Obwohl, mit dem Herzen hatte ich nie Probleme.
Das sind Momente zum Genießen und zum Fürchten. Ich kann mich noch gut erinnern. Ich zitterte am ganzen Körper. Ein Gefühl sag ich euch, der Wahnsinn!
Und, es war kein Traum, es war Realität!
So etwas passiert einem nur einmal im Leben.
Ich krieg jetzt noch feuchte Hände, wenn ich daran denke.
Auch jetzt läuft es mir noch kalt und heiß den Rücken runter.
Was für ein Tag!
Aber damals war das anders. Ich seh das noch ganz deutlich vor mir. Richtig aufgeregt war ich, und das will was heißen. Sonst bin ich eher der ruhige Typ. Vorhersehbar war das auch nicht. Es kam aus heiterem Himmel. Mann oh Mann, was für ein Ding! Grandios sag ich euch, wirklich phänomenal!
Erst mal war ich baff. Ich hatte keine Worte. Auch das will was heißen, gebe ich doch sonst überall meinen Senf dazu. Aber hier? Absolute Funkstille. Das Herz schlug bis zum Hals. Zum Glück hatte ich keine Aussetzer, das hätte gerade noch gefehlt. Obwohl, mit dem Herzen hatte ich nie Probleme.
Das sind Momente zum Genießen und zum Fürchten. Ich kann mich noch gut erinnern. Ich zitterte am ganzen Körper. Ein Gefühl sag ich euch, der Wahnsinn!
Und, es war kein Traum, es war Realität!
So etwas passiert einem nur einmal im Leben.
Ich krieg jetzt noch feuchte Hände, wenn ich daran denke.
Auch jetzt läuft es mir noch kalt und heiß den Rücken runter.
Was für ein Tag!
Sonntag, 3. Januar 2016
Weiße Weihnacht
Schnee, mal ist er da, mal nicht. Meistens ist er über Weihnachten nicht da. Zumindest bei uns hier. Im Gebirge schon. Aber heuer auch da nicht. Einsam standen die Schneekanonen rum. Wenn’s zu warm ist, dann nützen auch die grössten Kanonen nichts. Ratzfatz isser wieder weg, der Schnee aus der Kanone. Statt dessen Pollenwarnung für Allergiker. Haselnuß und Weide. Das muss man sich vorstellen. Pollenflug im Januar. Statt Skihaserl auf den Pisten Bienchen über den Almwiesen.
Ich sag mir halt: »Unser Herrgott hat sich schon was dabei gedacht!«
Nehmen wir die Natur so, wie sie ist, eine andere haben wir sowieso nicht!
Ich sag mir halt: »Unser Herrgott hat sich schon was dabei gedacht!«
Nehmen wir die Natur so, wie sie ist, eine andere haben wir sowieso nicht!
Dienstag, 29. Dezember 2015
Zwischen den Jahren
Nun gut, Weihnachten ist rum. Am ersten Werktag nach den Feiertagen ging's nochmal so richtig rund. Das ganze geschenkte Geld, die Gutscheine müssen "an den Mann gebracht werden". Unpassende Geschenke werden umgetauscht. Die Supermärkte quillen über.
Und, das allergrösste Übel, die furchtbare Knallerei. Da werden Millionen in die Luft gepulvert. Sinnloses Geballere verschreckt die Tiere. Ich habe kein Verständnis dafür.
Und, das allergrösste Übel, die furchtbare Knallerei. Da werden Millionen in die Luft gepulvert. Sinnloses Geballere verschreckt die Tiere. Ich habe kein Verständnis dafür.
Donnerstag, 17. Dezember 2015
Meine Füße im Wartezimmer
Wenn Sie so wollen ist das ein Fuß-Selfie. Ein Bild, egal, jedes Bild sollte zum Denken anregen. Bei einem fulminanten Sonnenuntergang denken alle »wow!« und »fantastisch!« und »boah wie schön!«, weil Sonnenuntergänge immer schön sind. Das war’s dann aber.
Oder. Ich mache ein Selfi von mir vor dem Eiffelturm. »Der ist in Paris!«, denkt sich jeder, bis auf die ganz wenigen, die nicht wissen, dass es den Eiffelturm* gibt.
Beides kein wirklicher Anreiz bewusst nachzudenken.
Wie anders ist es doch bei diesem Bild »Meine Füße im Wartezimmer«. Da springen sofort die Gehirnwindungen an. »Was macht der in einem Wartezimmer?«, fragen die einen sich selbst. Andere geben zu bedenken: »Der Jüngste is’ er auch nicht mehr, der muss auch mal zum Doktor.« Nun wird in irgendeiner Gehirnwindung mit Sicherheit die Frage gestellt: »Bei welchem Arzt is ‘er denn nun? Beim Urologen oder beim Internisten?« irgendwie regt sich ein allgemeines Mitgefühl. »In letzter Zeit kam er mir schon etwas blasser vor als sonst«, werden sie sagen, oder, »es wird doch nichts Schlimmes sein?«
Schon ist man mittendrin. Auch wenn das Bild »Meine Füße im Wartezimmer« nicht mehr präsent ist, die Gedankenkaskade geht weiter. Da wird ein Bekannter gefragt: »Weißt Du was?« Oder einer fragt: »Wann hab ich den überhaupt das letzte Mal gesehen?«
Seit es diese Aufnahme mit besagtem Titel gibt, werde ich genauer gemustert. Irgendjemand wird nachschauen, ob ich die gleichen Schuhe anhabe, wie auf dem Bild. Ich werde gefragt wie es mir denn so gehe. Oder ganz direkt: »Zu welchem Arzt gehst Du denn immer?« Neugierde ist was Herrliches.
Niemand wird mich fragen: »Was hast Du Dir denn dabei gedacht, als Du dieses Foto geschossen hast?«
So genau will man es dann auch nicht wissen.
*) das wäre nachzutragen: Es gibt Menschen, die wissen nichts über den Eiffelturm. Ich konnte mich erst vor kurzem davon überzeugen. Exakt in jenem Wartezimmer**, als ich unfreiwillig eine Unterredung mithörte.
**) noch was: Es gibt auch Wartezimmer jenseits von Arztpraxen.
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