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Samstag, 1. Juni 2019

Ein Spaziergang über den Wochenmarkt.

Es ist ja nicht so, dass ich mich pausenlos auf Wochenmärkten herumtreibe. Das kommt eher selten vor. Heute war so ein Tag. Am frühen Morgen bei frühsommerlichen Temperaturen, nicht zu heiß und nicht zu kalt, fuhren wir nach Pocking. Das ist nicht der nächste Weg zu einem Wochenmarkt, aber wir wollten auch mal was anderes Sehen als nur Passau. Wir, das ist meine Frau Doris und unser Hund Camillo. Die Anreise war komplikationsfrei, was nicht anders zu erwarten war.
»Der Hund bleibt im Auto!«, bestimmte meine Frau und so war es dann auch. So schlenderten wir beide ohne Camillo auf den kleinen Markt. Da war auch schon unser Feinkosthändler, den wir vom Passauer Wochenmarkt kannten. Die Begrüßung war, wie immer herzlich und der Einkauf ein Rausch der Sinne. Eine Köstlichkeit nach der anderen wurde in die mitgebrachte Tupperware gefüllt.
Dann ging es weiter zum Käsestanderl. Den kannten wir noch aus der Zeit, als wir öfters in Griesbach auf dem Markt waren. Hier war die hohe Schule der französischen Käsespezialitäten zuhause. Auch hier deckten wir uns reichlich mit den verschiedensten Käsevarianten ein.
Zuletzt ging es ans Obst und Gemüse. Tomaten, Gurken, Trauben, alles Mögliche halt. Dann kam der Schocker. Birnen aus Argentinien. Auf einem niederbayrischen Wochenmarkt Birnen aus Argentinien kaufen? Nein danke, so weit geht mein Multikulti nicht.

Samstag, 7. Juli 2018

Das Phänomen »Algorithmus«

Alle reden vom Algorithmus, machen ihn für alles Mögliche in den sozialen Medien verantwortlich und tun so, als ob sie ihm schon persönlich begegnet wären.
Dieser Algorithmus treibt sich überall im Word Wide Web herum. Dabei ist anzunehmen, dass es sich nicht nur um eine Person handelt, sondern um viele, ganz viele sogar.
Lob bekommt die Truppe eher selten von den Usern. Richtig gelesen, »User«. So nennt man uns alle, wenn wir online sind. Und immer dann, wenn wir online sind, begleitet uns dieser Algorithmus, wer auch immer es von der Truppe sein mag.
Die meisten schimpfen, dass sie sich von dem Algorithmus nicht fremdbestimmen lassen wollen und daddeln trotzdem munter weiter im WWW.

Dabei sind wir doch schon längst infiziert. Sie müssen nur mal an einem x-beliebigen Tag in irgendeine Fußgängerzone irgendeiner Stadt gehen. Da sehen sie das ganze Malheur.
Daddelnde auf winzige Displays starrende Mitmenschen. Und das Phänomenale daran, überall ist ein Algorithmus dabei. Es gibt kein entrinnen. Da hätte sich die Abteilung »Horch und Guck« seinerzeit im sozialistischen Deutschland, auch kurz DDR genannt, eine kräftige Scheibe abschneiden können.

Eines weiß ich ganz bestimmt, wäre das ganze Zeugs mit Algorithmus und WWW und User und dem ganzen Kram nicht von unseren amerikanischen Freunden, sondern von Putin gekommen, das Zeugs wäre streng überwacht und unter permanenter Kontrolle.

Я желаю вам всего хорошего дня

Donnerstag, 5. Juli 2018

Emotionale Linien

Zitat aus dem Feuilleton der PNP vom 5.7.18 von Gabriele Blachnik:
 »Emotionale Linien«

Zitatanfang {{...In einer dreiteiligen Serie kleinformatiger Drucke rührt die Anordnung von je zwei Linien unmittelbar an Emotionen. Eine schwarze und eine grüne Linie vollziehen Konstellationen, Annäherungen und Wege einer Paarbeziehung. ...}}




Konrad Schmid: Variation I-III

Es braucht viel Kraft sich dieser Sichtweise anzuschließen. Dann sage ich mir, schließlich können zwei Linien prinzipiell alles darstellen, wenn nur die richtige Portion Fantasie dabei ist.

Trotzdem beschleicht mich ab und an das Gefühl verarscht zu werden.